Lesen sie diesen Beitrag nicht!
Verwirrung auslösen kann dem eigenen Produkt eine große Aufmerksamkeit schenken. An der richtigen Stelle können solche Marketing Tricks wahre Wunder bewirken. Ich habe bisher nicht gewusst, dass man durch Wortumstellungen und kleine Kniffe eine so große Wirkung beim Besucher erzielen kann.
Interessante Erkenntnisse über das bewusste Brechen von Marketing Regeln bringt der aktuelle Newsletter von Jens Jacobsen und seiner Seite benutzerfreun.de . Demnach sollte man ab und zu aus der gewohnten Werbesprache ausbrechen um aufzufallen. Ich finde das eine gute Idee! Ich muss aber zugeben, dass ich durch “Regeln brechen” überhaupt erst auf diese Regeln gestoßen bin…
Lesen sie nicht weiter!
Zunächst einmal fällt man durch eine solche Werbung sehr auf weil man sich anders als vom Kunden erwartet verhält. Sinnvoll könnte so ein Text zum Beispiel sein wenn man eine begrenzte Werbefläche mit vielen anderen Shops teilen muss.
Die eigene Werbung sticht dann unter den anderen Werbenden höchstwahrscheinlich hervor und macht neugierig. Übertreiben sollte man es allerdings nicht: Der Schuss kann leicht nach hinten losgehen und plötzlich fühlt der Kunde sich veräppelt oder denkt, dass sie einen Fehler gemacht haben. Ironie ist eben nicht jedermanns Sache.
Geheime Infos für Top-Shopbetreiber
Das Interesse wird durch das Verbotene oder den Schlüssellocheffekt geweckt und natürlich liest man dann erst recht weiter! Solche Überschriften wecken die Neugier. Man sollte solche Techniken allerdings nur sparsam einsetzen und nicht die ganze Seite damit bestücken. Exklusive Angebote,die offensichtlich keine sind, sollte man auch nicht so betiteln.
Wahnsinnsangebote in der Überschrift vorneweg stellen
Was ich selbst ehrlich gesagt noch nicht derart praktiziert habe: Die interessanten Dinge in der Überschrift zuerst nennen. Also nicht “In der Überschrift sollte man Wahnsinnsangebote vorneweg stellen”, sondern das Wort Wahnsinnsangebote als Reisser gleich direkt an den Anfang schieben, wie in der Überschrift gezeigt. Ob der Satzbau darunter leidet oder nicht: Das ist zunächst einmal Nebensache, solange der Kunde nur auf dem Shop bleibt!
Mit positiven Aussagen arbeiten
Auch wenn ich jetzt dem Newsletter von benutzerfreun.de zuwider laufe: Man sollte Texte mit einer positiven Aussage beginnen. Negative Aussagen sollte man ebenso wie das Passiv vermeiden.
Statt “Bei uns sind sie nicht falsch” sagt man ja im Allgemeinen lieber “Bei uns sind sie richtig”.
Statt “Alle Bestellungen werden innerhalb von XX Stunden versandt” sollte man lieber “Wir versenden alle Bestellungen innerhalb von XX Stunden” schreiben.
Fazit:
Für mich war dieser Newsletter eine tolle Bereicherung auch wenn manche Marketing-Spezialisten bei den Infos hier gähnen mögen. Gerade der Internetnutzer überfliegt den Text am Anfang meist nur - da ist es gut den Text so komprimiert wie möglich bereitzustellen und mit ein paar kleinen Tricks Interesse zu wecken. Auch wenn Herr Jacobsen eigentlich das Gegenteil mit seinem Newsletter erreichen wollte - ich bin so überhaupt erst auf das Vorhandensein der Regeln aufmerksam geworden. Wie aber schon erwähnt ist es wahrscheinlich sehr wichtig, seine Zielgruppe im Hinterkopf zu behalten. Manche springen auf bestimmte Techniken sehr gut an und manche vergrault man damit eben.
Mir fällt zu diesem Beispiel ein Technikmarkt und das Wort “Geiz” ein. Dort werde ich nie wieder einkaufen, egal welches Angebot sie haben. So sieht man, dass bestimmte Marketing-Methoden auch zum Boykott führen können… ![]()
Leave a Comment